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Wie startet man KI lokal auf dem Rechner?

Matthias Hänel17. Jan. 2024 · 6 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. KI lokal benutzen
  2. Wo startet man?
  3. Voraussetzungen
  4. Installation
  5. Die Modelle
  6. Los geht’s
  7. FAQ
Inhalt · 7 Abschnitte
  1. KI lokal benutzen
  2. Wo startet man?
  3. Voraussetzungen
  4. Installation
  5. Die Modelle
  6. Los geht’s
  7. FAQ

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Mit der richtigen Software und etwas Vorbereitung erzeugst Du beeindruckende KI-Bilder direkt auf Deinem eigenen Rechner – ganz ohne Cloud. Welche Tools und Modelle brauchst Du wirklich? Und was liefert am Ende die besten Ergebnisse?

Das Wichtigste in Kürze

  • InvokeAI als EinstiegDie einfachste und benutzerfreundlichste Oberfläche, die wir getestet haben.
  • Die Grafikkarte zähltAb 4 GB Grafikspeicher (VRAM) geht es los, für SDXL brauchst Du 8 GB oder mehr.
  • Modell plus RefinerEin fertig trainiertes SDXL-Modell und ein Refiner für die letzten 10 % Qualität.

KI lokal benutzen

Am spannendsten ist eine neue Technologie, wenn Du sie selbst in die Hand nimmst und Dir die Hände schmutzig machst. Wir haben schon LLMs, selbst trainierte Modelle zur Merkmalserkennung und vortrainierte Modelle eingesetzt. 2023 drehte sich fast jeder Blogartikel um KI-Bilder mit Midjourney & Co. – doch diese Tools laufen fast immer in der Cloud. Das geht auch lokal.

Wo startet man?

Einen Ausgangspunkt zu finden, ist nicht leicht. Diese Oberflächen haben wir getestet – alle mit Vor- und Nachteilen und unterschiedlich schneller Berechnung:

  • Automatic1111
  • ComfyUI
  • Gradio
  • InvokeAI

InvokeAI ist für uns derzeit die einfachste und benutzerfreundlichste Lösung: Die Installation geht schnell, die Bedienung ist ziemlich gut.

Voraussetzungen

InvokeAI läuft unter Linux, Windows und macOS. Unter Linux kannst Du Nvidia-Karten (mit CUDA) oder AMD-Karten (mit ROCm-Treiber) nutzen.

  • Automatischer Installer Ideal für Einsteiger: installiert alle Bibliotheken und InvokeAI selbst, inklusive Entwicklerkonsole für Debugging und experimentelle Funktionen.
  • Manuelle Installation Für Erfahrene und Entwickelnde – Details stehen auf der Installationsseite von InvokeAI.

Systemanforderungen

  • Grafikkarte Nvidia ab 4 GB VRAM, AMD ab 4 GB (nur Linux) oder Apple mit M1-Chip.
  • Für SDXL 1.0 Nvidia ab 8 GB VRAM, AMD ab 16 GB (nur Linux) oder Apple mit M1-Chip.
  • Speicher Mindestens 12 GB Arbeitsspeicher und 18 GB freier Festplattenplatz.

Installation in sechs Schritten

  1. Herunterladen Auf der Seite „Latest Release“ von InvokeAI die .zip-Datei für Dein Betriebssystem laden.
  2. Entpacken Die heruntergeladene Datei entpacken.
  3. Installer starten Windows: install.bat doppelklicken. macOS und Linux: install.sh im Terminal ausführen.
  4. Speicherort wählen Einen Ordner mit mindestens 15 GB freiem Platz wählen – mehr, wenn Du weitere Modelle nutzen willst. Danach richtet ein Skript InvokeAI ein und fragt die ersten Modelle ab.
  5. InvokeAI starten Im Installationsordner (standardmäßig ~/invokeai bzw. C:\Users\DeinName\invokeai) invoke.bat oder invoke.sh ausführen.
  6. Im Browser öffnen Taste 2 für die browserbasierte Oberfläche drücken, kurz warten und diese Adresse aufrufen:
    http://localhost:9090

Die Modelle

Die richtigen Modelle entscheiden über das Ergebnis. Am einfachsten ist ein „fertiges“ Modell, in dem die zusätzlichen Lernschritte schon integriert sind. Unsere Empfehlung: Realvis 3.0 SDXL Baked von civitai.com – auf Fotorealismus trainiert. Dazu der Refiner „stable-diffusion-xl-refiner-1-0“ für die letzten 10 % Qualität.

Zum Installieren fügst Du den Link einfach im Dialog „Import Models“ von InvokeAI ein.

Los geht’s: Dein erstes Bild

Jetzt beginnt der spaßige Teil. So sieht ein Beispiel für ein fotorealistisches Bild aus:

Prompt:
Hyper-realistic full-body image of a captivating female cybernetic android that will overtake the world with a wide, genuine smile and deep, piercing blue eyes. She boasts a bold blond buzzcut hairstyle and sophisticated dark makeup, highlighting her perfect skin. The image is taken in white plastic clothes and in a futuristic spaceship with warm, soft light, capturing her face and shoulders and emphasizing fine details like the texture of her skin and the subtle shine in her eyes. The photograph, styled as a high-fashion portrait, conveys a blend of natural beauty and contemporary style, ideal for a high-quality magazine cover.

Style:
comic style, 8k, agfa vista, photographic, high quality, realistic face
  • Sampler DPM++ SDE Karras
  • Steps 4 bis 10
  • CFG Scale 1 bis 2,5

Fazit

Bilder lokal zu generieren ist heute kein Problem mehr.

Es ist leicht zugänglich und auf nahezu jedem Rechner mit leistungsfähiger Grafikkarte reproduzierbar. Ohne Grafikkarte funktioniert es zwar auch – aber Du wartest sehr lange. Richtig Spaß macht es erst mit etwas Hardware-Unterstützung.

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Häufig gestellte Fragen

Du brauchst ein kompatibles System mit ausreichend Grafikspeicher, installierst eine Oberfläche wie InvokeAI über den automatischen Installer, lädst passende Modelle (z. B. SDXL) herunter und startest die Anwendung lokal über die .bat- oder .sh-Datei.

Eine kompatible Grafikkarte mit genug VRAM (ab 4 GB, für SDXL ab 8 GB), mindestens 12 GB Arbeitsspeicher und rund 18 GB freier Festplattenspeicher.

Datei für Dein Betriebssystem herunterladen, entpacken und das Installations-Skript ausführen. Während der Installation wählst Du einen Speicherort und die ersten Modelle.

„Fertige“ Modelle, die bereits auf Fotorealismus trainiert sind – etwa Realvis 3.0 SDXL Baked. Ein zusätzlicher Refiner holt die letzten 10 % Qualität heraus.

Über die Oberfläche von InvokeAI: Modell auswählen, Prompt eingeben, Einstellungen wie Sampler, Steps und CFG Scale setzen – und generieren.

Über den Autor

Matthias Hänel

Gründer und CEO von onexip. Schreibt über KI, Softwarestrategie und darüber, wie aus Technologie Produkte werden, die Menschen gern nutzen.

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