
Was macht eigentlich ein UI/UX Designer?
Sarah war bei onexip unsere Spezialistin für Benutzeroberflächen. Im Interview von 2022 erzählt sie, was ihren Job zwischen Pixeln und Menschen so spannend macht.
UI oder UX – wo ist der Unterschied?
- Sag mal, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem UI und einem UX Designer?
- Sarah: Spannende Frage! Der User Interface Designer gestaltet die Benutzeroberfläche, also Farben, Schriften und mehr. Der User Experience Designer stellt die Nutzenden in den Mittelpunkt und gestaltet anhand der Erkenntnisse über sie die Interaktion mit der Anwendung.
Werkzeuge und Sprachen
- Welche Programmiersprachen und Software hast Du gelernt?
- Sarah: Im ersten Semester ging es direkt mit Illustrator, InDesign und Photoshop los – ohne Kurse, mit Tutorials und viel Austausch unter Kommilitonen. Später kamen Axure und Figma dazu. Inzwischen bin ich auf Web-Entwicklung mit Angular und Ionic spezialisiert – gelernt per Onlinekurs, mit geduldiger Hilfe meiner Kolleginnen und Kollegen und endlos scheinenden Recherchen auf Stack Overflow.
- Illustrator
- InDesign
- Photoshop
- Axure
- Figma
- Angular
- Ionic
Aufgaben und Alltag
- Welche Eigenschaft hilft Dir im Arbeitsalltag am meisten?
- Sarah: Ich habe ein gutes Auge für Details und Farben. Wichtiger ist aber, offen auf Menschen zuzugehen – um zu erfahren, was die Ziele sind, wo es hakt und was schon gut funktioniert.
- Was sind aktuell Deine Aufgaben bei onexip?
- Sarah: Ich bringe die Perspektive der Nutzenden in den Entwicklungsprozess. Ich befrage sie zu ihren Aufgaben und Zielen und schaue ihnen im Idealfall über die Schulter. Daraus entstehen erste Entwürfe und Klickprototypen, die ich wieder mit den Nutzenden prüfe.
- Ist jeder Tag gleich?
- Sarah: Es klingt oft so, als würde ich nur Pixel von links nach rechts schieben. Aber vorher müssen Probleme erkannt und Lösungen gefunden werden – das macht die Arbeit abwechslungsreich.
- Mit wem arbeitest Du im Projekt zusammen?
- Sarah: Mit dem Product Owner, den Entwicklerinnen und Entwicklern, vor allem mit den Nutzenden – und mit dem Marketing und weiteren UI/UX Designern.
Was Spaß macht – und was herausfordert
- Was macht Dir am meisten Spaß?
- Sarah: Kreativ zu werden und direkt mit den Nutzenden zu sprechen. Für meine Belegarbeit bin ich auf die Straße gegangen und habe 45 Leute befragt – das konnte damals keiner meiner Kommilitonen nachvollziehen.
- Was ist die größte Herausforderung?
- Sarah: Workshops vor größeren Gruppen fallen mir nach wie vor schwer. Einzelbefragungen dagegen machen mir richtig Spaß.
- Was motiviert Dich?
- Sarah: Positives Feedback von Nutzenden, Entwicklung und Team. Es zeigt, dass ein Produkt entsteht, das die Arbeit erleichtert und im Idealfall Freude macht. Und manchmal die richtige Musik beim Bearbeiten der Mockups.
Häufig gestellte Fragen
UI Design gestaltet die Benutzeroberfläche, UX Design die Interaktion auf Basis der Erkenntnisse über die Nutzenden. Beides greift ineinander.
Gängig sind Illustrator, InDesign, Photoshop, Axure und Figma. Für die Web-Entwicklung helfen Kenntnisse in Angular und Ionic.
Ein gutes Auge für Details und Farben – vor allem aber die Fähigkeit, offen auf Menschen zuzugehen und ihre Ziele zu verstehen.
Die Perspektive der Nutzenden in den Prozess bringen: befragen, beobachten, Entwürfe und Klickprototypen erstellen und mit den Nutzenden prüfen.
Abwechslungsreich: Gespräche mit Nutzenden, Entwickelnden und Stakeholdern, dazu Entwürfe und Prototypen – im Team mit Product Owner, Entwicklung und Marketing.
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