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Bereit für die Realität? – Mit User Surveys zum First-Class UX

S Sarah22. Apr. 2022 · 8 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. Nutzende einbinden
  2. Befragungsarten
  3. Fragearten
  4. Aus der Praxis
  5. FAQ
Inhalt · 5 Abschnitte
  1. Nutzende einbinden
  2. Befragungsarten
  3. Fragearten
  4. Aus der Praxis
  5. FAQ

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Wirklich benutzerfreundliche Software entsteht nur, wenn die Bedürfnisse der Nutzenden konsequent in die Entwicklung einfließen. Doch wie findest Du heraus, was sie wirklich brauchen – und was macht eine Befragung aus, die mehr liefert als oberflächliche Antworten?

Das Wichtigste in Kürze

  • Nutzende früh einbindenUser Centered Design stellt sie in jeder Phase der Gestaltung in den Mittelpunkt.
  • Die passende Befragung wählenStandardisiert, teilstandardisiert oder narrativ – je nach Ziel.
  • Neutral fragenOffene und geschlossene Fragen gezielt mischen, Suggestivfragen vermeiden.

Die Nutzenden einbinden und verstehen

Um gute Software zu entwickeln, lohnt es sich, die Nutzenden über sogenannte User Surveys in den Prozess einzubeziehen – und zwar so früh wie möglich. Der menschzentrierte Design-Prozess (User Centered Design) stellt sie dabei in den Mittelpunkt. Er hat vier Stufen, die iterativ durchlaufen werden:

  1. Analyse Die Nutzenden und ihre Probleme verstehen.
  2. Spezifikation Anforderungen definieren und festhalten.
  3. Prototyping Gestaltungslösungen entwerfen.
  4. Evaluation Prüfen, ob die Anforderungen erfüllt sind.

Zeigt die Evaluation, dass noch etwas fehlt, springst Du in eine frühere Stufe zurück: Du erweiterst die Analyse, schärfst die Spezifikation oder passt den Prototyp an – so lange, bis alle Anforderungen erfüllt sind.

In der Analyse erfasst Du den Nutzungskontext: wer die Software nutzt, mit welchen Zielen, Aufgaben, in welcher Umgebung und mit welchen Ressourcen. Ziele lassen sich in kleinere Aufgaben aufteilen; Ressourcen sind die Mittel, die es dafür braucht.

Befragungsarten und -formen

Informationen über den Nutzungskontext gewinnst Du durch Beobachtung, Fokusgruppen oder Befragungen. Bei Befragungen gibt es drei Arten:

  • Standardisiert Strikt nach vorab erstelltem Fragebogen, ohne Abweichung und ohne Zusatzfragen. Erklären ist erlaubt.
  • Teilstandardisiert Ebenfalls mit Fragebogen, aber Reihenfolge und ergänzende Fragen sind offen.
  • Narrativ Ohne Fragebogen – gezielte Impulse bringen die befragte Person ins Erzählen.

Standardisierte und teilstandardisierte Befragungen eignen sich besonders gut für User Surveys. Durchführen kannst Du sie in verschiedenen Formen:

  • Online-Befragung
  • Telefoninterview
  • Kontextuelles Interview vor Ort

Fragearten

Je nach Ziel entscheidet die richtige Frageart über die Qualität der Antworten. Oft kommen beide in einer Befragung vor:

  • Offene Fragen Keine Antwortvorgaben – die Person erzählt frei. So entstehen neue Einblicke und Aspekte, an die Du nicht gedacht hast. Abschweifungen musst Du gegebenenfalls lenken.
  • Geschlossene Fragen Antworten sind vorgegeben, etwa Ja oder Nein. Das erleichtert Auswertung und Vergleich – sinnvoll, wenn Du die Antworten vorab einschätzen kannst.

Suggestivfragen vermeiden

Statt „Findest Du die Navigation gelungen?“ lieber „Wie empfindest Du die Navigation?“

Suggestivfragen geben eine Wertung vor und verleiten zur Zustimmung. Neutrale Fragen lassen Raum, selbst nachzudenken und zu entscheiden.

Aus der Praxis: was ich gelernt habe

  1. Einzelbefragungen bevorzugen So kommen auch Personen zu Wort, die in einer Gruppe eher zurückhaltend sind.
  2. Teilstandardisiert mit Einleitung Der Fragebogen ist mein Leitfaden. Eine kurze Einleitung erklärt, worum es geht – und dass es keine falschen Antworten gibt.
  3. Locker einsteigen Ich kläre, ob wir uns duzen, und beginne mit leichten Fragen wie Berufsbezeichnung oder Erfahrung mit der Software. Das nimmt die Prüfungsangst.
  4. Dann in die Tiefe Erst danach geht es um die relevanten Fragen zum System – und darum, wo im Arbeitsalltag der Schuh drückt.
  5. Demografie ans Ende Fragen etwa zum Alter stelle ich zum Schluss. Direkt am Anfang wirken sie schnell unangenehm.

Dein nächster Schritt

Du willst wissen, was Deine Nutzenden wirklich brauchen?

Wir planen und führen User Surveys durch – und machen aus den Erkenntnissen Software, die gern genutzt wird.

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Häufig gestellte Fragen

Nur so entsteht wirklich benutzerfreundliche Software. Der menschzentrierte Ansatz berücksichtigt die Nutzenden im gesamten Prozess – ihre Bedürfnisse und Probleme fließen direkt in die Gestaltung ein.

Analyse, Spezifikation, Prototyping und Evaluation. Sie werden iterativ durchlaufen, das Feedback der Nutzenden fließt jeweils in die Entwicklung ein.

Standardisierte, teilstandardisierte und narrative Befragungen. Durchgeführt werden sie online, per Telefon oder persönlich dort, wo die Software genutzt wird.

Offene Fragen liefern neue Einblicke, geschlossene Fragen erleichtern Auswertung und Vergleich. Suggestivfragen solltest Du vermeiden und neutral formulieren.

Einzelbefragungen, teilstandardisierte Befragungen mit kurzer Einleitung, ein lockerer Einstieg mit leichten Fragen – und demografische Fragen erst am Ende.

Über Sarah

Sarah

War ab 2020 als Web-Entwicklerin und UX/UI Designerin bei onexip. Bezwang jedes Puzzle und brachte täglich ansteckend gute Laune mit ins Büro.

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